Suchmaschinenoptimierung mit Google Speed Insights

Seit Google das kostenlose Werkzeug online gestellt hat schrillen vielerorts die Alarmglocken. Desaströs das Ergebnis der eigenen Website. Vor allem bitter ist, dass die Information öffentlich ist und jeder jede URL prüfen lassen kann. Dies hat vor allem dazu geführt, dass viele Unternehmen auf diese Weise der ausführenden Agentur auf die Finger gesehen haben. Bei einem nicht grünen Wert kamen dann ein paar unangenehme Fragen auf die Agentur zu. Meist war die Antwort, dass dieser Test wenig aussagekräftig ist. So hörten wir es auch immer wieder in der Beratung, wenn das Wort auf eine schlechte Performance kam.

Wie relevant ist Speed Insights?

Hier gehen die Meinungen stark auseinander. Die einen meinen, dass dieser viel zu streng ist und den Programmierer einenge, andere wiederum sehen darin das Nonplusultra. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Nachdem Google gerade in Österreich und Deutschland die unangefochtene Nummer eins bei Suchanfragen ist macht einfach der Marktführer die Regeln. Sicherlich ist der Test nicht perfekt. Dies wird deutlich, wenn Google Speed Insights die Einbindung von Google Analytics als nicht performant bemängelt und man einen Workaround einbauen müsste um Speed Insights zu überlisten. Allerdings ist es so, dass Google verstärkt das Ergebnis einer Seite in die Suchergebnisse einfliessen lassen wird. Völlig logisch aus unserer Sicht. Gerade mobil haben schlecht performende Seiten ein Problem und verursachen eine hohe Bounce Rate. Daher sagen wir: Der Speed Insights Test ist sehr relevant, weil die Performance nicht nur unmittelbar eine Auswirkung bei Google selbst hat, sondern auch das Nutzerverhalten negativ beeinflusst, welches ebenso zur Reihung herangezogen wird.

Screenshot Google Speed Insights

Eingabemaske bei Google Speed Insights

Auf was achtet Google bei Suchergebnissen?

Aus unserer Sicht achtet Google derzeit im Wesentlichen auf drei Bereiche bei Suchanfragen:

  • Content (passt der Inhalt einer Seite zum Gesuchten?)
  • Performance und Nutzerverhalten
  • Verlinkung (PageRank)

Ganz früher war die Verlinkung sehr relevant und Seiten mit wenig Inhalt und gutem Linknetzwerk konnten gute Ergebnisse erreichen. Mittlerweile ist es auch schon unmöglich mit „Low Content Pages“ (Seiten mit sehr wenig Inhalten) eine Reihung zu erzielen. Trotz vieler Verlinkungen. Seit das Internet mobil geworden ist, setzt Google verstärkt auch auf die Peformance auf einer Seite und wie sich die Nutzer auf der Seite verhalten. Wir meinen, dass dieser Aspekt in Zukunft noch stärker werden wird, da die Qualität einer Seite massiv das Nutzerverhalten beeinflusst.

Auf was kommt es also darauf an?

Speed Insights geht auf unterschiedliche Bereiche in der Optimierung ein. Aus unserer Sicht kann mit einer guten Basis (CMS) locker ein hoher Wert jenseits der 90 erreicht werden. 100 sind wegen Google Analytics so oder so nicht erreichbar. Grundsätzlich kann man mit einem Wert über 85 zufrieden sein. Was aus unserer Sicht ebenso wichtig ist, ist dass der Quellcode zu 100% Fehlerfrei ist. Nicht für Suchmaschinen relevant, aber für die Barrierefreiheit und rundet das Bild einer ordentlich erstellten Website ab. Wir bei Widerhall prüfen unsere Websites im Betrieb automatisiert auf Speed Insights und Validator.

Richtig testen mit Speed Insights

Der laienhafte Zugang ist einfach die Startseite abzutesten und damit einen Rückschluss auf die ganze Seite zu ziehen. Dies ist aber ein schlechter Ratgeber und ein zu vereinfachter Zugang. Gerade die Startseite ist oft nicht sehr aufwendig und greift auf wenige Ressourcen zu. Spannend sind eher komplexere Unterseiten, welche gleich mal viel schlechtere Werte aufweisen können. Idealerweise testet man eine Website komplett durch. Ist das zu umfangreich, sollten zumindest alle Seitenarten getestet werden. Sprich eine umfangreiche Seite unter „Neuigkeiten“ wird stellvertretend für alle Seiten getestet. Danach hat man einen ganz guten Überblick wo die Schwächen liegen.

Absprungrate und Performance

Hören Sie von Ihrer Agentur, dass die Website für Speed Insights optimieren viel zu aufwendig ist und nichts bringt: Sehen Sie sich mal die Absprungraten für die schlechteren Seiten bei Speed Insights an. Sehr oft weisen gerade die Seiten mit schlechten Insights Werten auch eine signifikant höhere Absprungrate auf. Sicherlich kann das eine Ursache auf der Seite selbst haben, aber wenn eine Seite gefühlt ewig lädt steigt die Absprungrate an. Und dies hat auf Dauer eine schlechtere Reihung zur Folge. Derzeit sind noch wenige Seiten wirklich optimiert und man kann sich sogar einen Vorteil verschaffen besser zu sein. Allerdings holen mittlerweile viele stark auf und es wird immer schwieriger mit einer schlechten Wertung in den Suchergebnissen nach vorne zu kommen.

Was also tun?

Lassen Sie sich von Ihrer Agentur nicht erzählen, dass schlechte Werte normal sind. Eine gute Website hat einfach Werte von über 85 Punkten. Weiters ist die Website über den Validator des W3C zu prüfen und auch hier hat eine Website fehlerfrei zu sein. Wird dies alles nicht erreicht hat man Handlungsbedarf. Sollten Sie bei diesem Thema Unterstützung benötigen oder unabhängigen Rat benötigen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Zu Google Speed Insights: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/
Zum Validator: https://validator.w3.org/

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