KPIs bei Websites, auf was es wirklich ankommt!

Was ist ein guter Wert, was ist relativ, wo muss ich etwas verändern? Wo finde ich Potentiale, wo besteht Handlungsbedarf? Alles Fragen auf die Statistiken wie Google Analytics, Piwik und wie sie alle heißen Antworten liefern können. Wenn man weiß wo man suchen muss und auf was es ankommt.

Was sind die KPIs einer Website?

Es gibt sicherlich viele Wege nach Rom was die KPIs einer Website betreffen. Wir fassen hier mal die aus unserer Sicht wichtigen Faktoren zusammen und geben eine Einschätzung darüber ab wie wir diese Werte interpretieren und was unsere Herangehensweise ist. Uns ist bewusst, dass es bei anderen Experten andere Faktoren gibt und diese anders gewichtet werden. Vor allem sehen wir die Faktoren auch ganz klar im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Warum, darauf gehen wir nach den Faktoren ein. Folgende Faktoren sind für uns bei einem Überblick entscheidend:

  • Absprungrate (Bounce rate)
  • Neue und Wiederkehrende Besucher (New and returning visitors)
  • Verweildauer (Time on page)
  • Seiten pro Besuch (Pages per visit)
  • Impressionen bei relevanten Suchbegriffen (Impressions)
  • Klicks (Clicks)

Sicherlich gibt es noch weitere wichtige Zahlen und Werte. Für uns sind die oben genannten meist ausreichend für eine solide Analyse. Möchte man ein Problem wirklich genauer eingrenzen, kann man auch noch auf weitere Zahlen zurückgreifen, dies ist jedoch meist nicht notwendig, weil der erfahrende Optimierer die Potentiale selbst erkennt.

Was ist eine gute Absprungrate?

Hier gilt eigentlich je geringer desto besser. Es ist klar, dass diese nicht 0 sein wird, zu unterschiedlich sind die Zugriffe auf die Websites. Ob von einer Suchmaschine oder einem sozialen Netz die Benutzer werden auf unterschiedlichste Weise auf die Website aufmerksam gemacht. Nicht für jeden ist der Link oder Klick relavant und daher wird der Zurück-Knopf gedrückt oder die Seite geschlossen. Das wird immer wieder passieren. Unserer Erfahrung nach ist ein Wert um die 30% über alle Seiten quer durch alle Branchen normal. Dies hängt allerdings auch stark davon ab, wie die Website promotet wird. Viel wichtiger ist es Absprungraten auf einzelne Seiten zu beobachten. Alle Seiten die hier ausreißen und über die 30% haben sollten analysiert werden. Die Gründe für Absprünge können vielfältig sein. Oftmals wird man ein paar Dinge testen müssen bis man die richtige Ansprache der Zielgruppe gefunden hat. Ein guter Weg dabei ist auch den Mitbewerb der vor einen liegt zu analysieren. Google reiht normalerweise Seiten mit geringerer Absprungrate vor schlechteren Seiten.

Welcher Anteil an neuen und Wiederkehrenden Besuchern ist normal?

Dafür gibt es keinen guten oder schlechten Wert. Es hängt einfach von der Branche ab. Ein neues Auto wird nicht beim ersten Besuch einer Website entschieden, hier werden unterschiedlichste Seiten sehr oft angesteuert und besucht. Dafür wird bei einer kleinen Info die schnell erfasst wird ein Besucher, nachdem das Informationsbedürfnis befriedigt ist, nicht mehr so schnell wiederkommen. Was aber entscheidender ist: Wie muss ich die Informationen auf einer Website gestalten? Habe ich viele wiederkehrende Besucher so ist es ratsam auf der Startseite bzw. den Zielseiten darauf einzugehen und eine Übersicht anzubieten. Ist der Anteil allerdings sehr gering so muss ich meine Seite so gestalten, dass ein neuer Besucher der das Unternehmen noch nicht kennt schnell einen Überblick bekommt. Das senkt auch die Absprungrate. Premium ist es, wenn die Seite sich den Besucher merkt und dem Wiederkehrenden leicht abgewandelte Inhalte anzeigt. Absolutes Sahnehäubchen ist es, wenn die Seite noch weiß was sich der Benutzer angesehen hat und dementsprechend darauf eingeht.

Was ist eine gute Verweildauer?

Das hängt auch stark von der Website ab. Eine große Website wie z.B. Wikipedia wird eine weitaus höhere Verweildauer haben, als eine kleine Seite mit fünf Unterseiten. Typischerweise liegt Wikipedia aber in den Suchergebnissen weit vor der kleinen Seite, was auch in der Verweildauer eine kleine Ursache hat. Eine Seite die länger besucht wird ist für Google zu einem Thema einfach relevanter als eine Seite die kürzer besucht wird. Wie stark dieser Rankingfaktor tatsächlich ist, ist umstritten. Unumstritten ist es, dass eine Seite mit einer steigenden Verweildauer auf dem richtigen Weg ist und im Schnitt mehr Leads generieren wird.

Wie viele Seiten pro Besuch sind gut?

Das hängt wie bei der Verweildauer stark vom Umfang der Seite ab. Auch die Mechanik bei Google ist ähnlich. Auch hier ist es umstritten wie stark die Seiten pro Besuch das Ranking beeinflussen. Allerdings ist es auch hier so, dass je mehr Seiten sich die Besucher im Schnitt ansehen, mein Informationsangebot größer ist und auch hier die Seite im Schnitt mehr Leads generieren wird. In Folge dessen sind dies zwei wichtige Qualitätsfaktoren um die Performance im Sinne der Content-Usability zu messen. Aber auch hier immer relativ, sprich nicht zwischen zwei Seiten sondern nur der Trend der Seite selbst.

Guter Wert für Impressionen und Klicks bei Suchergebnissen?

Beide Werte bekommt man typsicherweise über die Google Webmaster Tools. Diese können mit Google Analytics verbunden werden, dann sieht man die Daten auch in Analytics. Impressionen geben an wie oft ein Suchergebnis bei einem Suchenden aufgetaucht ist. Die Klicks geben an, wie oft dann tatsächlich geklickt wurde. Die Relation der beiden Werte wird als CTR (Click through rate) angegeben. Die Impressionen hängen davon ab auf welcher Seite man bei einem Suchbegriff ausgeliefert wird. Sprich auf Seite eins sind daher Impressionen weitaus höher als auf Seite zwei. Bei den Klicks hängt es stark davon ab auf welcher Position man ausgeliefert wird. Auf Position eins kann man locker mal 30% aller Klicks für sich verbuchen. Hängt stark vom Keyword ab und ob viele AdWords darauf geschalten werden. Diese stehen typischerweise vor dem generischen Suchergebnis und saugen viele Klicks ab. Allerdings bezahlen Sie dafür bei der generischen Suche nichts, allerdings ist der Weg dorthin mittlerweile ein intensiver. Auf Platz zwei wird es schon schwieriger hier wird die CTR bei weitem nicht mehr diese Werte erreichen. Platz drei ebenso und ab Platz 4 wird es schon schwierig überhaupt nennenswerte Klicks zu erzielen.

Helfen die KPIs bei der Suchmaschinenoptimierung?

Ein eindeutiges Ja. Aus unserer Sicht reiht Google Suchergebnisse nach drei wesentlichen Kriteriengruppen:

  • Content und technische Umsetzung (Performance)
  • Link-Building
  • Benutzerverhalten

Der Bereich des Benutzerverhaltens lässt sich mit den genannten KPIs grundsätzlich gut einschätzen und Verbesserungspotentiale erkennen. Wie man bei den einzelnen Seiten jetzt wirklich eine Verbesserung herbeiführt hängt ganz stark von der Ausgangslage und der eingesetzten Technologie ab. Weil möchte man für wiederkehrende Besucher die Website optimieren muss das CMS (Content Management System) das erst einmal zulassen und ermöglichen. Hier sind oft stark technische Hindernisse ein Grund für mangelnde Optimierfähigkeit.

Was soll ich jetzt tun?

Wir stehen Ihnen mit Erfahrung und fast 20 Jahren Know-How zur Seite und Beraten Sie gerne und umfassend. Wir kennen die unterschiedlichsten Branchen und haben schon auf vielfältige Weise die Performance von Websites gesteigert. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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