Neujahrsvorsatz 2019: Facebook quo vadis oder gleich good bye?

Mit Neujahrsvorsätzen ist es so eine Sache – bleiben sie ein Vorsatz, werden sie ein Ziel oder werden diese in der Folge sogar umgesetzt? Weniger Rauchen, weniger Trinken, abnehmen, Sport betreiben, nicht mehr so viel Binge Watching und, und, und. Das kennen wir doch alle! Oder vielleicht weniger Facebooken?
Es scheint so, als ob gerade dieser Vorsatz von sehr vielen Usern bereits umgesetzt würde! Diverse Berichte sprechen von zweistelligen Prozentrückgängen in den vor allem jüngeren Zielgruppen. Aber wen stört es, wen kümmert das schon? Am meisten all jene Unternehmen, die sich in ihrer Kommunikation und Werbung zu sehr auf diesen einen Kanal verlassen haben!

Aber mal von vorne:

Am Anfang war Facebook ein digitaler Kanal, der sehr schnell Fahrt aufnahm, bald schon hohe Reichweiten aufwies und der die Möglichkeit bot, seine Wünsche (also im Optimalfall Marketingziele = Markenbildung, Buchungen, Verkäufe, etc.) GRATIS und damit völlig KOSTENLOS an die Zielgruppe zu vermitteln. Es wäre ja zu schön gewesen um wahr zu sein/werden! Denn da haben die Nutzer die Rechnung ohne den Wirt bzw. den Marc gemacht. Facebook hat sich in Windeseile zu Paid Media entwickelt. Wer auf Facebook wirbt, wird zur Kasse gebeten! Gleichzeitig ist der Algorithmus der Sichtbarkeit für Werber nicht wirklich durchschaubar, wird er doch in regelmäßiger Unregelmäßigkeit einfach so geändert. Was gestern noch möglich war, kann Facebook heute schon nicht mehr akzeptieren! Das hat schon manchem Verantwortlichen die Sorgenfalten ins Gesicht getrieben.

Was hat man – im Zusammenhang mit den sozialen Medien – noch verabsäumt zu beachten oder was wird häufig bei digitalen Kanälen ganz einfach falsch gemacht? Wer hofft, den Kanal als Antrieb des eigentlichen Tuns nutzen zu können und denkt, dass damit alles viel einfacher, schneller und billiger geht, liegt (leider) falsch. Die Triebfeder kann immer nur das Thema, die Idee, die Marke, etc. selbst sein – das war im Marketing schon immer so und das hat sich auch durch die neuen digitalen Kanäle nicht geändert!

Was bedeutet das für die Zukunft? Einerseits ist - wenn nötig sogar tagesaktuell (vielleicht etwas übertrieben) - die Sinnhaftigkeit von Social Media Kanälen laufend zu beurteilen und dementsprechend zu reagieren. Andererseits ist zu überprüfen, ob überhaupt genug Content auf dem zentralen, digitalen Medium – zu 99% ist dies die Website – vorhanden ist. Denn der Kunde informiert sich nun mal vorwiegend via Website und wo sonst, wenn nicht dort, muss am meisten Information vorhanden sein. Der Content darf jedoch nicht (nur) auf die Leistungen der Marke, des Unternehmens fokussiert sein, sondern muss sich mitunter ganz, ganz weit weg bewegen, ohne jedoch die Bindung zum Kernthema zu verlieren. So nach dem Motto „Viele Wege führen nach Rom“!

Wenn ich weiß, welche Themen für die Marke wichtig sind, wie die Position der Marke zu diesem Thema ist und wie die Marke das Thema besetzen soll, dann ergeben sich die Kanäle und Kampagnen ganz von allein. Versprochen!

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